Bei Workshops mit KMU werde ich oft gefragt, wie man denn Social Media mit der eigenen Website richtig vernetzt. In der heutigen Folge der WebSprechstunde gehen wir auf diese Frage ein.

Brücken statt Plattformen

Grundsätzlich erkläre ich immer wieder: KMU sollten mehr in Brücken denken, als in Plattformen. Es ist sehr schnell passiert, dass man da ein bisschen twittert, dort auf Facebook ein paar lustige Bilder postet und da ist ja noch die Website, die schön aussieht, viel gekostet hat, aber nichts bringt.

Richtig vernetzt fängt die Musik erst an

Wir wissen alle: das Web ist zentral wichtig und hat die Möglichkeit, richtig viel zum Erfolg einer Firma beizutragen. Meiner Meinung nach, je kleiner die Firma, desto stärker ist der Effekt – wenn man weiss, wie. Leider fehlt es vielen KMU in der Schweiz am Wissen – oft auch am Willen, sich zu bewegen, bevor gröbere Veränderungen eintreten (und es zu spät ist).

Und so bleibt es so: KMU haben Online-Broschüren, die sie Websites nennen. Webagenturen verdienen daran viel Geld (ich habe über 10 Jahre in Webagenturen gearbeitet). Wirkung ist oft mangelhaft – aber weil das KMU nebenan auch nichts besseres macht, sieht man die Chancen nicht.

They will eat your lunch!

Ich hoffe echt, dass Schweizer KMU endlich aufwachen. Es schmerzt oft, die konservative Langsamkeit aushalten zu müssen. Deshalb stelle ich soviele Tipps online – zum Beispiel im Social Media Insider Letter. Das “Zeug” funktioniert – und wird irgendwann zum Riesenvorteil von denen, die es einsetzen (es zeichnet sich ab, dass das die grossen Unternehmen aus dem Ausland sind, die mit einem Klick da sein können). Im letzten Newsletter beispielsweise die Anregung, wie man dem Mark Zuckerberg CHF 135 geben kann und dafür CHF 5000 zurück kriegt. Das ist Realität!

Eine Möglichkeit, Website und Social Media in Zusammenspiel zu stellen

Wenn man aus der Vogelperspektive hinschaut, erkennt man die Brücken (im Video die Pfeile). Wenn wir bei jedem Inhalt die Pfeile im Hinterkopf behalten, sehen unsere Inhalte ganz anders aus, was wir in Facebook tun, spielt ins “System” rein, zielt auf etwas hin. Fertig wildes Rumgetwittere oder Ostergrüsse in Facebook.

Was will ich hier eigentlich? Dass Leser und Zuschauer sich jetzt 120 Sekunden Zeit nehmen, um sich zu überlegen, ob sie im 2014 das Maximum herausgeholt haben in Sachen Web-Strategie. Oder wo allenfalls Wissenslücken sind, die zu Stolpersteinen drohen zu werden. Natürlich freue ich mich auch über Feedback, Kommentare, Tweets.

Ein Start könnte der 12-Schritte-Plan für KMU sein, der meiner Meinung nach wichtige Grundlagen enthält und besser etwas kosten würde – weil “gratis” halt oft dazu führt, dass man es irgendwo ablegt und die Wirkung verfliesst.