Einfach ist es, im Web zu punkten, wenn die ganze Konkurrenz schläft. Tendenziell leben wir diesbezüglich in einem Schlaraffenland. Ich merke oft, wie die Haltung verbreitet ist “wer sich zuerst bewegt, stirbt!”. Man möchte als (ver)sicherheitsverliebte Schweizer ja nur essen, was man schon kennt.

Gefährlich.

Chancen im Web für KMU

Denn ich erlebe auch, wie ganz kleine Firmen sich nur minimst bewegen müssen, um das ganze Feld zu überholen. Ohne viel Anstrengung. Natürlich wird das je länger, je mehr schwieriger.

Man braucht auch als Unsportlicher kein E-Bike, um die Profi-Sportler zu überholen – wenn diese Pause machen.

Es bräuchte nicht viel, man muss sich nur bewegen wollen. KMUs mit wenig Budget und Zeitreserven können und werden diese Situation nutzen. Irgendwann. Die Starren, werden untergehen wie Kodak, Nokia und Co.

Beispiel: Whisky-Branche

Für ein Nebenprojekt habe ich dazu ein paar der bekannteren Whisky-Online-Shops angeschaut. Ich habe analysiert, wie die Betreiber die heutigen Möglichkeiten des Webs nutzen. Wie die Kleinen ihre Trümpfe wie Innovation und Flinkness ausspielen. Ergebnis: mir stehen die Haare zu Berg. Alle pennen, als wäre das interaktive Internet gar nicht da. Und das sind Online-Shops!

Hier geht’s lang: Situation in der Schweizer Whisky-Branche mit Fazit und Tipps.

Natürlich gelten diese im Artikel erwähnten Punkte auch für andere Branchen. KMUs hätten offene Türen. Man regt sich aber kaum.

Anders geht es allerdings schon ab in Branchen, die sich international ausrichten müssen. Beispiel Tourismus. Facebook, Foursquare, TripAdvisor, Reiseblogs (privat und professionell) und andere Apps und Bewertungsplattformen spielen da grosse Rollen. Da gehen Übernachtungszahlen konkret zurück, wenn man schläft (wie ironisch!). Blame it on the Euro, haha.

Der Wake-Up Call ist nicht neu. Doof ist nur die Snooze-Taste.

KMU der Schweiz – wacht auf!