Ist für dich Facebook-Marketing ein Buch mit sieben Siegeln?

Wie lernt man eigentlich, Facebook als Unternehmen zu nutzen?

Es gibt auf Facebook viel mehr Möglichkeiten, als du denkst. Das kann das Marketing für deine Firma um 180 Grad verändern und verbessern – es kann aber auch ein Schwindelgefühl auslösen. Wo anfangen?

Dies wird wieder mal ein Basics-Blogpost. Zuerst gebe ich dir zwei praktische Lern-Tipps weiter, wie du dranbleiben und dazulernen kannst.

Dann gibt es eine kurze Zusammenstellung der ersten Schritte im Facebook-Marketing. Es sind vier Punkte, die du an einem einzigen Tag durchführen kannst und mit denen du eine Grundlage legst.

Du kannst die ersten Schritte auch als PDF-Checklistedownloaden. Sie enthält etwas detailliertere Infos aus der Blogpost.

Learning by doing

Es gibt viele Dinge, die man aus Büchern oder Audiobooks lernen kann.

Facebook-Marketing gehört nicht dazu.

Facebook wird ständig aktualisiert, neue Steuerelemente fürs Marketing kommen dazu, die Geschäftsbedingungen ändern sich (zu den aktuellsten Veränderungen hier).

Deshalb gilt auch:

Vorsicht mit älteren Infos aus dem Web.

Das heisst nicht, dass du nur die neusten Artikel oder E-Books über Facebook-Marketing lesen kannst. Doch beachte, dass sich die Voraussetzungen und Möglichkeiten inzwischen geändert haben könnten.

(Updates findest du u.a. in den Page Guidelines und in den Facebook-eigenen News zur Werbung auf Facebook.)
 
Weil sich das Spielfeld immer wieder ändert, lautet die goldene Regel:

Experimentieren!

Einfach mal ausprobieren, auswerten, justieren. Und zwar nicht nur am Anfang. Die Entdeckerfreude sollte man nie verlieren.

Einer der grossen Vorteile von Facebook-Marketing zum Beispiel gegenüber Zeitungswerbung ist, dass man jederzeit das Budget ändern, die Werbung anpassen oder stoppen, die Zielgruppe ändern kann.

Immer im Hinterkopf behalten: Facebook ist für Unternehmen keine Gratis-Plattform. Rein organisch, das heisst ohne, dass du eine Werbebudget für deine Beiträge hast, erreichst du nicht einmal deine bereits vorhandenen Follower.

Anhand der Analytics im Werbeanzeigen-Manager von Facebook ist ersichtlich, was wie gut läuft – worauf geklickt wird, welches Video am längsten angeschaut wird.
Mein 1. Lerntipp dazu:

Arbeite mit Screenshots.

Halte Erkenntnisse mit Screenshots fest und lege diese in einem speziellen Ordner ab. Zum Beispiel ein Post, der speziell gut funktioniert hat, eine spannende Erkenntnis aus den Analytics etc. Mit Desktop-Apps wie Skitch kannst du den Screenshot aufnehmen und Markierungen und Notizen anbringen.

Der 2. Lerntipp:

Sei aktiv in Facebook-Gruppen zum Thema Digital Marketing.

Da gibt es diverse. Zwei kann ich dir besonders empfehlen:

Screenshots und Facebook-Gruppen – das sind zwei gute Möglichkeiten, stetig dazuzulernen und Know-How aufzubauen. (Denn um praktisches Know-How geht es schlussendlich, nicht um theoretisches Wissen. Dazu auch der Blogpost “Unternehmen bauen Wissen auf statt Know-How”.)

 

Die ersten Schritte auf Facebook

Zusätzlich zu diesen zwei Lerntipps gibt es durchaus erste Schritte, die du konkret tun kannst, um im Facebook-Marketing Fuss zu fassen.

Ich gehe davon aus, dass du bereits eine Seite für dein Unternehmen eingerichtet hast. Ansonsten findest du hier die Anleitung von Facebook.
 

1. Lerne den Facebook-Pixel kennen

Der “Facebook-Pixel” ist ein unsichtbares Stück Code auf deiner Website. Er registriert, wer die Seite besucht. Diese Personen kannst du dann auf Facebook wieder ansprechen.

Oder du findest damit neue Leute, die ähnlich ticken wie deine bestehenden Kunden. Das tust du mit einer sogenannten “Lookalike”-Audience.

Ein guter Weg, um neue Leute zu finden und dich ihnen vorzustellen!

Hier gibt es die Anleitung, wie du den Pixel installierst. (Wenn du diese Aufgabe deinem Webmaster übergeben willst, mach dies gleich – für den nächsten Schritt brauchst du den Pixel noch nicht.)
 

2. Gestalte deine Facebookseite attraktiver

Wähle dazu ein Profilbild mit Wiedererkennungseffekt.

Das ist zum Beispiel dein Logo. Der Firmenname muss nicht im Bild zu lesen sein – er steht auf Facebook ja gleich als Seitenname daneben. Besser ist ein einzelnes, gut erkennbares Element.

Auch das Titelbild ist oft optimierbar: Gut sind Stimmungsbilder, auf denen Menschen zu sehen sind. Welche Stimmung möchtest du bei deinen Kunden auslösen? Welchen Traum erfüllst du ihnen?

Und weiter:

Sind deine Informationen komplett? Hast du – je nach Art deiner Firma – Öffnungszeiten, Link zu deiner Website, aktuelle Veranstaltungen drauf, welche für deine Follower nützlich sein könnten?
 

3. Mach dich mit dem Werbeanzeigen-Manager vertraut

Der Werbeanzeigen-Manager wird im Facebook-Marketing dein wichtigstes Tool. Es macht Sinn, dass du dich damit vertraut machst.

Du arbeitest dort auf verschiedenen Ebenen: “Kampagnen” (Was ist dein Ziel?), “Anzeigengruppen” (Zielgruppen definieren und Budget festlegen), “Werbeanzeige” (Video/Bild/Text der Anzeige).

Hier findest du eine Einführung und ein kurzes Video-Tutorial.
 

4. Baue im Zielgruppenmanager erste Zielgruppen

Ich baue Zielgruppen immer schon mal auf Vorrat. Aus diesem Vorrat kann ich dann für die unterschiedlichen Kampagnen oder Ads schöpfen, denn es gibt Zielgruppen, die ich immer wieder verwende.

Zum Beispiel:

  • Leute, die in den letzten 30 Tagen auf meiner Website waren (→ Pixel!)
  • Facebook-Nutzer, die denen ähnlich sehen, die im letzten halben Jahr meine Website besuchten (“Lookalike-Zielgruppe”)
  • Leute, die schon mal einen Beitrag von mir kommentiert haben
  • Menschen aus der Region Zürich zwischen 25 und 55, die Interesse an Marketing haben

Für viele Zielgruppen brauchst du den Pixel. Hier macht es also Sinn, wenn er bereits ready und auf deiner Website installiert ist!

Baue für den Anfang mindestens 10 Zielgruppen, die für deine Beiträge relevant sein könnten.

Vielleicht findest du dazu diesen Artikel nützlich: “Nutzt du Facebook-Zielgruppen bisher falsch?”
 

5. Bewirb erste Beiträge – aber sei nicht plump

Obwohl du deine Beiträge als Werbung schaltest, sollten sie nicht werberisch daherkommen. Sie sollten einen Mehrwert bieten, auch wenn die Zielperson erst einmal nichts kauft.

Also nicht nur Rabattaktionen und plumpe Hinweise auf dein Angebot. Sondern Bonustipps, interessante Artikel, die du kuratierst (d.h. findest und verlinkst), Einladungen zu Veranstaltungen.

Überleg dir bei jedem Beitrag, wen du damit ansprechen willst.

An welcher Stelle im Kaufprozess befindet sich diese Person? An welcher Art von Information ist sie interessiert? Was fehlt ihr noch zum Kaufentscheid?

Anhand dieser Überlegungen entscheidest du dich für eine oder mehrere Zielgruppen und bewirbst den Beitrag bei ihnen.

Im Werbeanzeigen-Manager siehst du direkt, wie gross das potenzielle Publikum ist für diese Zielgruppe und für dein Budget.
 

Bonus: Finde Lücken in deinem Prozess und schliesse sie

Wenn du dir diese Überlegungen nach dem richtigen Zielpublikum konsequent bei jedem Beitrag machst, merkst du auch, wo du noch Lücken hast.

Gibt es in deinem Verkaufsprozess Punkte, an denen die Leute anstehen oder wegen fehlender Begleitung abspringen?

Gibt es Zielgruppen, die du vernachlässigst?

Dies kannst du bei deiner inhaltlichen Planung beachten und so Lücken schliessen.
 

Das Facebook-ABC

Ganz neu habe ich meine grundlegenden Tipps, die über die ersten Schritte in diesem Blogpost hinausgehen, zu einem E-Book zusammengestellt. Du kannst es dir hier kostenlos als PDF holen.

Das E-Book geht ausführlicher auf einzelne Themen ein, wie Gruppen für Unternehmen nutzen, Posts teilwürdig machen, Budget erstellen etc.

Checkliste und Kurse

Zu den ersten Schritten habe ich dir eine PDF-Checkliste zusammengestellt.

 

Ich biete in Zürich halbtägige Facebook-Kurse an, für den Einstieg. Und im eintägigen Kurs “Facebook für Unternehmen” können wir dank kleiner Kursgruppen auf deine individuelle Situation eingehen.

 

Wie clever ist deine Webstrategie?

Wäre es möglich, online mehr ideale Kunden zu gewinnen? Sollte es heute nicht möglich sein, Systeme einzurichten, die unterstützen? Wie das geht, zeigen wir im Webinar.

Systeme und gute Tools haben mich schlagkräftig gemacht. Du solltest das auch nutzen! Es bedeutet Entlastung und mehr Freiheit, das zu tun, worin wir wirklich gut sind.