5 Schlüssel für erfolgreiche Facebook-Posts

Kürzlich erschien eine Studie: «Wie Unternehmen Fans und Follower in sozialen Netzwerken vergraulen». Folgendes nervt die User bei Firmenaccounts in Social Media:

  • zu viele Werbeaktionen (57,5%)
  • Slang und Fachjargon (38,4%)
  • nichts Persönliches im Account (34,7%)
  • vergeblich versuchen, witzig zu sein (32,3%)
  • Kommentare nicht beantworten (24,7%)

(Quelle: Sprout Social)

Daraus lassen sich schon mal Tipps gewinnen, um die Inhalte attraktiver zu verpacken.

Doch welche Inhalte sind für Firmen auf Facebook nachhaltig? Und wie komme ich auf neue Inhalte? Das sind zwei der häufigsten Fragen in meinen Workshops. Um darauf eine Antwort zu geben, müssen wir die umgekehrte Perspektive einnehmen. Die Frage ist:

Was ist das Ziel eines Facebook-Posts?

Facebook wurde schon oft totgesagt. Oder zumindest der Untergang vorausgesagt.

Trotzdem sind die meisten Firmen, Organisationen und KMU dort aktiv. Denn Facebook kann zum Beispiel dafür genutzt werden:

  • Bekanntheit zu schaffen und/oder zu steigern (Facebook Ads, virale Posts)
  • die Kundenbindung zu steigern (Blick hinter die Kulissen, Persönliches aus der Firma)
  • den Kundendienst zu verbessern (Reaktionen der Kundschaft wahrnehmen, schnell darauf eingehen und Fragen beantworten, Zeit sparen im Kundendienst)
  • Direktverkäufe zu tätigen (Sonderaktionen)
  • Leads, also Adressen, zu gewinnen (z.B. durch Verlosungen, Lead Magnets oder Lead Ads – dazu auch mein Post «Was ist eigentlich ein Lead?»)

Bei einem Facebook-Post sollte dem Unternehmen immer klar sein, wozu er dienen soll. Zielloses posten ist nicht nachhaltig und kann kontraproduktiv sein.E-Book “Facebook-ABC für Unternehmen”
Schauen wir uns einige Beispiele für Facebook-Posts an, und was dabei gut und weniger gut gemacht wurde.

1. Relevante Inhalte

Ziel des Facebook-Posts: Interaktion durch relevante Inhalte, die bestehenden Facebook-Abonnenten sollen die Inhalte teilen. ? Bekanntheit schaffen und neue Kundschaft gewinnen.

Gut gemacht: Relevanter Inhalt fürs Zielpublikum. Video-Inhalte. Dieser Beitrag alleine wurde bereits über 100x geteilt!

Relevante Inhalte für euer Zielpublikum sind auf Facebook zentral. Frage dich, was deine Kundschaft interessiert. Wenn ihr interessante Inhalte postet, geschieht Interaktion. Die Posts werden kommentiert, erhalten dadurch bei Facebook eine höhere Reichweite und werden zusätzlich von euren Abonnenten geteilt, weil sie sie für ihren Bekanntenkreis als interessant erachten. Wie du Themen generieren kannst, dazu der Blogpost «So kommt deine Website bei Google in die Pole Position». Im Artikel «Nutzt du Facebook-Zielgruppen bisher falsch?» gehe ich darauf ein, wie du die Power-Tools von Facebook einsetzt, um dein Publikum auch zu erreichen.

Mit Kindern lernen ist ein super Beispiel dafür, wie man erfolgreich eine Facebook-Seite betreibt. Gerade auch im deutschsprachigen Raum (!) haben sie es geschafft, eine überdurchschnittlich engagierte Community aufzubauen. Sie posten täglich relevante Inhalte für ihre Zielgruppe (Eltern). Damit erreichen sie viel Interaktion, machen sehr erfolgreich Werbung für ihre Seminare und leiten die Leute auf ihre Website weiter. Dort gibt es einen Lead Magnet (kostenloses Online-Seminar).

2. Fotos mit Menschen

Ziel des Facebook-Posts: Bestehende Facebook-Abonnenten (Kunden) sollen gluschtig gemacht werden, die Hütte wieder zu besuchen und jetzt schon ihren Besuch zu planen. ? Kundenbindung.

Gut gemacht: Schöne Bilder bei perfektem Wetter, nicht zu viele Fotos, Blick hinter die Kulissen. Information (Datum Hütteneröffnung).

Besser machen: Weniger ähnliche Fotos. Und dafür mehr Menschen aus der Nähe drauf. Aber nicht zu nah, sonst verschwindet die Handlung (Story). Menschen wollen Menschen sehen. Fotos von Leuten wie du und ich, die nicht nach Stockphoto aussehen, schaffen Nähe. Wenn es dann auch noch Menschen aus eurer Firma sind, quasi «Blick hinter die Kulissen», weckt und stärkt das Vertrauen.

3. Verlosung

Ziel des Facebook-Posts: E-Mail-Adressen sammeln. ? Leadgewinnung.

Gut gemacht: Verlosungen kommen auf Facebook generell gut an. Fürs Aufbauen einer Adressliste funktionieren sie gut (wie auch ein Lead Magnet wie ein kostenloser Onlinekurs oder ein PDF mit Tipps). Und eine E-Mail-Liste ist der Kern von Webmarketing. Darüber dann mehr zu gegebener Zeit an anderer Stelle – bleib in Kontakt!

Besser machen: Es fragt sich, wie viele Leute bei der Verlosung wirklich mitgemacht haben, wenn es bei 4000 Fans nur 2 Likes gab. Das lag sicher auch am Foto. Ein besseres Bild würde die Attraktivität und den Anreiz zum Mitmachen erhöhen (Tasche nicht zerknittert, von einem fröhlichen Menschen in einer alltäglichen Situation getragen). Unser Hirn hat eine Gesichtserkennungsfunktion eingebaut – nutze das, wenn irgendwie möglich!

4. Bewegte Bilder (Video)

Ziel des Facebook-Posts: Die schönen Aufnahmen dieser Serie sollen geteilt werden. ? Bekanntheit der Marke steigern.

Gut gemacht: Schöne Aufnahme inkl. Produkt, bewegt statt statisch. Das wird geteilt, wenn auch nicht in sensationellem Mass. Plus: Rimuss antwortet auf jeden Kommentar.

Bis 2020 werden 80 Prozent der Inhalte im Internet Videos sein, schätzt die Washington Post. Menschen lieben bewegte Bilder – Video hat Power. Wenn Videos direkt in Facebook eingebettet werden und nicht z.B. via YouTube, werden sie direkt abgespielt. Also ohne dass man erst darauf klicken muss. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit enorm, dass Menschen hängen bleiben und eure Inhalte anschauen.

Besser machen: Ein solcher Post könnte gut mit einem Wettbewerb zur Leadgewinnung verknüpft werden. Oder zum Thema «Happy Birthday» auch mit einem Aufruf wie «markiere jemanden, der heute Geburtstag hat». Aber: Es kommt auch immer auf den Mix an. Manchmal ist ein Betrag ohne offensichtliches Handlungsziel auf Facebook «teilwürdiger», weil unaufdringlich.

Live-Video wird von Facebook extrem gepusht. Ein schneller, effizienter Weg, deine Reichweite zu erhöhen! Lies doch auch «Darum sollten KMU von Live-Videos profitieren».

5. Direktverkauf

Ziel des Facebook-Posts: Gutes Angebot für die Kundschaft ? Direktverkauf.

Gut gemacht: Timing: Antizipieren, was die Kundschaft will. Kurze Info mit Rabatterwähnung. Link mit Bild.Besser machen: Textredaktion: Der Text enthält kleine Fehler und wirkt insgesamt nicht ganz professionell. Wichtiger aber: Das Bild wirkt klinisch. Zu einem Fest gehören Menschen. Allenfalls würde sich ein Fotoshooting lohnen, um das Produkt visuell attraktiver bewerben zu können. Manchmal wirken aber auch «Hobbybilder» für Facebook authentischer (menschlicher). Auf jeden Fall sollte es eher um die Stimmung als um glänzendes Blech gehen. Also besser ein Sommerfest mit einer solchen Anlage zeigen.

E-Book «Facebook für Unternehmen: Das ABC»

Hast du mein kostenloses E-Book “Facebook-ABC für Unternehmen” schon? Darin habe ich das Wichtigste zum Start deiner Firma auf Facebook übersichtlich zusammengefasst.E-Book “Facebook-ABC für Unternehmen”

Regelmässig gebe ich Facebook-Kurse in Zürich. In kleinen Gruppen, damit du Fragen aus deiner konkreten Situation einbringen und wirklich profitieren kannst.

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