Gründe für Facebook?

Eine Website zu betreiben reicht alleine nicht – es braucht Schaufenster zu den Plätzen, auf denen sich das Volk tummelt: Facebook ist einer dieser Plätze. Was sind aus Firmensicht die Gründe für Facebook – also für den Betrieb einer Fanseite?

1. Reichweite

Mehr Nutzer als Ihre Website

Facebook hat 2.9 Millionen aktive Benutzer in der Schweiz (davon über 500’000 Über-50-Jährige). Weltweit sind es über 900 Millionen Mitglieder. Diese Benutzer verbringen im Schnitt pro Tag mehr als 30 Minuten auf der Plattform (in den USA schon 55 Minuten). Wieviele Leute tummeln sich auf Ihrer Website gerade? Antwort: wenige.

Grundstück im Web

Eine Facebook-Fanseite ist an sich ein zusätzliches “Grundstück” im Web. Es wird – falls richtig bedient und integriert – von Suchmaschinen indexiert und kann so eine weitere Türe zu Ihrem Unternehmen im Web darstellen.

Kehrseite: Facebook ist nicht die Lösung für alles – es sind ja “erst” 2.9 Millionen dort aktiv. Sie sind auch in der Regel nicht gerade in Kauf- oder Business-Stimmung. Je nach Branche können andere soziale Netzwerke wichtiger sein. Grundsätzlich ausklammern würde ich Facebook aber in keiner Branche. Beispiel: Maschinenbau.

2. Dialog

Virale Effekte: Mundpropaganda

Facebook bietet die Möglichkeit, in direkten Kontakt zu treten mit den eigenen Fans. Dort, wo sie sich aufhalten. Solche Interaktionen verbreiten sich automatisch zu den Freunden der Fans – Mund zu Mund Propaganda unter Freunden quasi. Virale Reichweite nennt man das. Eines der grossen Chancen im Social Web. Die Tools und Plattformen dazu sind kostenlos – Sie müssen sie nur mit kreativen, spannenden und hilfreichen Inhalten füllen und nutzen!

Kritik ist hilfreich

Wertvoll ist auch die Reaktionsmöglichkeit bei Kritik. Es ändert nichts an der Tatsache, ob über die eigene Firma gesprochen wird – nur ist es jetzt etwas öffentlicher und, sehr wichtig, man hat die Möglichkeit, dieses Gespräch zu moderieren und mit guten Reaktionen auf Kritik positiv zu überraschen.

Facebook im Kundendienst

Viele Unternehmen nutzen ihre Facebook-Fanseite so auch als Unterstützung des Kundendienstes. Durch die relativ neue Schaltfläche “Nachricht an Seite” ist es nun für Fans möglich, sich mit Anliegen oder nichtöffentlichen Informationen wie Adresse etc. direkt an das Unternehmen zu wenden.

Produktentwicklung

Auch für Marktforschung bei der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen können die Stimmen aus Ihrem Umfeld sehr wertvolle Hinweise und Ideen bringen. Sogenanntes “Crowdsourcing”.

3. Auswertung

Facebook Insights

Mit in den Statistiken der Seite werden einige hilfreiche Informationen über die Zusammensetzung der eigenen Fans (Geschlecht, Alter, Sprache, Wohnort) bekannt. Man kann auch auswerten, welche Arten von Inhalten bei den Fans am besten ankommen und das dann wieder zurückfliessen lassen in den Redaktionsplan.

Conversion-Tracking

Mit richtigem Einsatz von Analyse-Software können Sie nachverfolgen, wieviele Personen von einem Ihrer Facebook-Beiträge aus auf ihren Webshop durchklickten und wie gross die Bestellungen waren (bzw wo die meisten den Kaufprozess abbrechen).

4. Zielgruppe

Klassische Werbeanzeigen, aber zielgerichtet

Die durch die Auswertung gewonnenen Einsichten können für genaues Targeting von Anzeigekampagnen verwendet werden – also ebenfalls Geschlecht, Alter, Sprache, Wohnort, zusätzlich Ausbildung, Interessen usw. Das Werbeanzeigensystem von Facebook bietet erstaunlich viele Möglichkeiten, Ihre Zielgruppe genau einzugrenzen.

Zielgruppe von Anzeigen

Will man beispielsweise Besucher für eine Traktorenmesse gewinnen, kann man vielleicht die unter 18-jährigen Frauen aus der Kampagne ausklammern. Oder gezielt “John Deere” Fans ansprechen. Durch Variationen der Anzeigen und geschickte Kombination der Interessen erzielt man hohe höhere Klickraten und entsprechend tiefere Klickpreise.

Ein Brautmodegeschäft in Winterthur kann, mit dem Facebook Anzeigenmanager, verlobte Frauen zwischen 28 und 33 im Umkreis von Winterthur ansprechen. Kein Problem. Versuchen Sie das mal mit Google AdWords (die auch sehr wichtig sind, nur eben anders).

5. Fanbindung

Community ist langfristig

Die Investitionen in den Aufbau der Fan-Basis haben langfristige Auswirkungen. Die gewonnenen Fans sind bei guter Führung der Facebook-Seite auch für die nächste Weihnachtskampagne noch da und vergrössern Ihre Reichweite viral mit jeder Interaktion. In “Community” denken, statt in “Kampagnen” – das ist die Devise.

Beziehungen machen Community

Zwar kostet der Aufbau und die Pflege der Fan-Gemeinschaft Zeit und Geld, man erzielt aber bei einem Ausbau der Fan-Anzahl ein grosses Potential für Weiterverbreitung der eigenen Inhalte – sofern sie als hilfreich angesehen werden. Das Budget, mit dem man 10’000 Fans gewonnen hat für eine erste Kampagne, ist für die zweite Kampagne eine Vorinvestition.

Fans kaufen schadet

Wichtig dabei: die Pflege der eigenen Fan-Basis sollte nicht vernachlässigt werden – da sind wertvolle Verbindungen, auf die Sie später zählen können wollen. Und sehr wichtig: nie Fans kaufen. Nie! Man schadet seiner Reichweite damit extrem. Darauf gehe ich in Workshops vertieft ein – das ist eines der wichtigsten Grundlagen, wenn man den Einsatz von Facebook plant. Eine Kurzfassung habe ich hier versucht: “EdgeRank kurz erklärt” (vielleicht zu kurz).

PS: Der Aktienkurs von Facebook sinkt (erwartungsgemäss) laufend. Ausserhalb der Börse und ihren Spekulanten hat Facebook – mit bald einer Milliarde aktiven Mitglieder und die tiefe Integration via “Social Plugins” in tausenden von Webseiten – eine sehr solide Basis. Dies nicht zuletzt auch, weil Facebook mit einer überschaubaren Anzahl Mitarbeiter diese massive Infrastruktur stemmt.

Workshop: Facebook für mein Unternehmen

Bei einem Workshop zum Thema “Facebook für mein Unternehmen” bei Ihnen vor Ort lernen Sie:

  • warum viele Fans haben kein gutes Ziel ist (wichtig!)
  • die Möglichkeiten von Facebook-Seiten kennen
  • wie Sie Ihre Facebook-Seite ausbauen können
  • wie Sie Ihre Fan-Gemeinde “bei Laune” halten
  • wie Sie auf Fragen und Kritik reagieren sollten
  • wie Sie Facebook-Anzeigen schalten, um tiefe Klickpreise zu erzielen

Praktisch, mit direktem Umsetzen und bezogen auf Ihre konkrete Situation.

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