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Die 90-9-1 Regel

Posted on 13. May 2013 by Sam Steiner in Facebook

Die 90-9-1-Regel

Die Meisten halten brav die Klappe. Von 100 Internet-Nutzern schauen 90 einfach nur zu. Neun beteiligen sich auf einfache Weise. Sie kommentieren zum Beispiel. Nur eine Person von 100 ist ein “Creator” – jemand, der eigene Inhalte veröffentlicht.

Warum ist das so? Haben Leute keine Meinung? Die Antwort findet man nicht so leicht. Ich habe das Phänomen weltweit beobachtet – auch mit einer grösseren Seite in Facebook (500’000 Fans). Erstaunlich, wie “genau” die Regel zutrifft.

Was bedeutet das für die Engagement-Rate?

Wir können ableiten: es kann nicht darum gehen, eine Engagement-Rate von gegen 100% zu erreichen. Das ist nicht möglich.

Viralität in Facebook-Seiten

Konzepte für Facebook müssen realistische Ziele beinhalten – eine möglichst höhe Engagement-Rate pro Post kann ein Wunsch sein (es hilft, sich Gedanken über Relevanz der Inhalte zu machen). Schlussendlich wird man es schwer haben, mehr als 10% (die 9% plus 1%) zur Interaktion zu bringen. Zumindest bei einer Seite ab 10’000 Fans. Gleichzeitig darf man nicht aus den Augen verlieren, dass die Relevanz der Inhalte nicht unter dem Ziel “möglichst hohe Engagement-Raten” leiden sollte. Wir Facebook-Admins sind ja nicht der Boulevard.

Die Engagement-Rate heisst “Viralität” in den Seiten-Statistiken in Facebook. Es lässt sich schlussfolgern, dass regelmässige Viralitätswerte von über 10% ein Zeichen von erfreulicher Interaktion bedeuten können. Wenn die Relevanz der Inhalte passt. Dabei gilt zu beachten, dass bei Seiten mit wenigen Fans (unter 3000?) solche Werte recht “flüchtig” sind – trifft man gerade die “falschen Fans”, ist der Wert schnell einmal tief – umgekehrt natürlich auch.

Pseudo-esoterischer Schlussgedanke: nehmen wir uns jetzt 10 Sekunden Pause, um zu überlegen, zu welcher Gruppe wir gehören. :) Wie kreativ sind wir online und offline? Sind wir Lurkers, die keinen Bock auf Dialog und Kreativität haben? Oder haben wir in unserem Leben einfach keine Zeit für Kreativität (aber viel Zeit, um zuzuschauen)? Ein Mensch lernt sehr viel durch kreatives Ausprobieren.

Und jetzt. Was macht ihr mit folgenden Buttons? :)

90-9-1, Community, regel, video 1 Comment Read More

Hallo meine liebste Kundin

Posted on 24. January 2013 by Sam Steiner in Community, Facebook

Was heisst es, wenn Firmen mit ihren Kunden interagieren? Wenn wir von Beziehungen reden? Das geht doch nur für Kleinstunternehmen, das ist nicht skalierbar. Eben ist es heute skalierbar. Eine herzerwärmende Liebesgeschichte…

…der Deutschen Bahn.

(wer schon mal mit der Deutschen Bahn reisen musste, weiss, dass wir in der Schweiz extrem verwöhnt sind. Und man ahnt, wie schwer es für diese Firma sein muss, ihr Community Management zu betreiben)

Schluss gemacht per Brief

Meine liebste Deutsche Bahn

Sie hat einen Neuen. Einen Opel.

Er bemüht sich um Versöhnung

Liebste

Man beachte die “Likes”. Da schauen viele Leute zu, wie zwei ihre Beziehung in der Öffentlichkeit aufarbeiten. Die Diskussion geht weiter, es kommen einem fast die Tränen. Schlussendlich sieht es aus, als wären sie bereit für einen neuen Versuch. Bedingung: die Deutsche Bahn lässt die Liebste nie mehr bei gefühlten -20 Grad ohne Mitteilung stehen.

Sollte machbar sein – auch für eine Deutsche Bahn. Wenn man so fest will:

Warum hineingefressen?

Mühe geben

Die Stimmung dreht sich etwas:

Kiss @ DB Bahn

Update: Renault und Opel steigen ein

Renault

Opel

Die ganze Geschichte kann man hier nachlesen: Meine liebste Deutsche Bahn.

Case, community management, DB Bahn, Deutsche Bahn, social media 6 Comments Read More

Social Media Startertag

Posted on 15. January 2013 by Sam Steiner in Facebook, Google+, LinkedIn, Pinterest, Schweiz, Social Media, Twitter, Workshops

Social Media Startertag
(Hinweis in eigener Sache! In Zusammenarbeit mit der Lern-Plattform “Walter lernt” biete ich versuchsweise im Januar 1x einen Social Media Startertag an – Crash-Kurs quasi. Für Einsteiger.)

Startertag zum Jahresstart: den Einstieg in die sozialen Netzwerke finden. In einem Tag lernen Sie ganz praktisch die wichtigsten sozialen Netzwerke kennen und anwenden. So gewinnen Sie bessere Karten, wenn es um Planung und Umsetzung in Ihrem Unternehmen geht.

Nicht zuletzt auch: für die Beurteilung von Offerten (Achtung: Goldgräberstimmung).

Kursinhalte des Startertags

Am Social Media Startertag gewinnen Sie Entscheidungsgrundlagen für den Einsatz des Social Webs.

  • Einführung – das Web wird “social”
  • Veränderungen im Nutzerverhalten
  • Tiefgreifende Änderungen bei Google
  • Facebook, Twitter, Google+, Pinterest – für Menschen und Unternehmen
  • Business-Netzwerke Xing und LinkedIn
  • Vernetzung der Plattformen, “Content is King”
  • Video: das Medium der Zukunft – YouTube, die zweitgrösste Suchmaschine
  • Dos and Don’ts für Unternehmen im Social Web

Datum, Gruppengrösse und Ort

Dienstag, 29. Januar 2013, 8:00 – 17:00 Uhr

Sie können Fragen stellen zu Ihrer konkreten Situation, lernen so auch von den anderen – und dies in einer Kleingruppe von maximal 6 Personen. Entsprechend sind die Plätze auch limitiert ;-)

Der Kursraum ist mit den ÖV in wenigen Minuten ab Zürich HB zu erreichen und in unmittelbarer Nähe der Autobahnausfahrt Brunau. Kostenlose Parkplätze vorhanden.

Details und Anmeldung zum Social Media Startertag

Der Kurs wird von “Walter lernt” durchgeführt. Besonders daran: Sie erhalten nach dem Kurs eine kostenlose Onlineberatung im Umfang von 20 Minuten. Damit lassen sich einige gesammelte Fragen klären. Weiterführende Informationen finden Sie auf dem Kursbeschrieb bei Walter lernt – sowie das Anmeldeformular.

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Facebook-Freunde von Schweizern

Posted on 3. January 2013 by Sam Steiner in Facebook, Schweiz

Mia Newman hat auf “Facebookstories.com” ein kleines Tool veröffentlicht, das die Verbindungen von Nutzern aus verschiedenen Ländern anzeigt. Wenn man dies für die Schweiz anzeigen lässt, zeigt sich folgendes Bild:

Facebook-Freunde der Schweizer

Ein zusätzlicher Kommentar zur Tatsache, dass die zweitmeisten Verbindungen nach Serbien gehen, lautet (Ausschnitt) “Switzerland has a generous asylum policy”. Fast schon ein bisschen politisch ;-) Interessant finde ich auch, dass Portugal so weit vorne liegt in unserer Gunst.

Facebookstories.com ist eine von Facebook betriebene Website, die spezielle Beiträge und Ideen der Nutzer von Facebook publiziert:

Welcome to Facebook Stories, a new site dedicated to sharing the extraordinary, quirky and thought-provoking stories and ideas from the more than 950 million people around the world who make up Facebook’s community.

Viel Spass beim Stöbern auf Facebookstories.com. (Via +Martin Sauter in Google+, danke!)

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Saftige Wurzeln oder Schnittblumen?

Posted on 10. December 2012 by Sam Steiner in Facebook, Rankings, Schweiz, Social Media, Twitter

Unternehmen stehen in einer Zeit des Wandels. Von Vor-Internet zum Broschüren-Internet – das Geld und ein bisschen Blindheit bedient werden konnte – zum Internet als echtes Netz. Spätestens jetzt müssen Unternehmen dazulernen.

Es greift bei der Wurzel

Wo Broschüren und Werbespots recht oberflächlich mit ein paar einigermassen kreativen Ideen “realisiert” werden konnten, zeigt sich jetzt die Kultur des Unternehmens. Es reicht nicht, zu analysieren, wie die Tonalität in den neuen Medien klingt. Und nachzuahmen. Damit kann man vielleicht in Rankings steigen, aber das Herz ist sichtbar. Wenn kein Wurzel des Helfen-wollens, der “Kundenliebe” existiert, dann kann daraus wenig wachsen.

Saftige Wurzeln oder Schnittblume?

Vielleicht haben uns die US-Amerikaner in diesen Punkten etwas voraus? Vielleicht macht @swatchUS einen echt guten Job, was das Lösen von Kundenanliegen betrifft. Der Kanal @swatch wird aber in der Schweiz betrieben – ein kurzer Blick darauf zeigt leider fehlende Helfer-Wurzeln:

I’m so sorry. Da schien die Bereitschaft, dem Kunden zu helfen, erloschen zu sein, als es konkret wurde. Schade. Meine Frage an die Kundin von Swatch stellte ich am 10. Dezember und erhielt von ihr innert Minuten die Antwort, dass Swatch sich nie mehr gemeldet hatte.

Es geht mir nicht um Swatch an sich. Ich bin einfach – wie viele Männer – gegen Schnittblumen.

Die Kommentarsektion hier steht auch für Swatch offen ;-) Bin gespannt.

Engagierte Unternehmen in der Schweiz?

SocialBakers ist eine Firma, die Analytics zu den “Big Five” (Facebook, Twitter, YouTube, Google+, LinkedIn) anbietet.

Sie haben im November 2012 eine übersichtliche, kleine Auswertung von Facebook-Fanseiten von Schweizer Unternehmen gemacht.

Die Liste nach Anzahl Fans kann man ignorieren, interessanter sind die Auswertungen nach Antwortzeiten oder Engagementraten. Antwortraten sagen meiner Meinung nach etwas über die Wurzeln aus. Da zeigt sich, ob genug Kapazität eingeplant wurde, um zuzuhören und zu antworten.

Diese Schweizer Unternehmen schneiden gut ab:

  • SBB CFF FFS (88% beantwortet)
  • Swisscom (88% beantwortet, aber langsamer)
  • Sunrise (79% beantwortet)
  • Orange (79% beantwortet, aber langsamer)
  • digitec AG (67% beantwortet)

Leider ist nicht transparent ersichtlich, wie gross eine Fanseite sein muss, um in dieses Ranking aufgenommen zu werden (Antwortraten). Ich gehe davon aus, dass es etliche kleinere Unternehmen gibt in der Schweiz, die eine Antwortrate von gegen 100% haben und so einen ganz guten Job machen.

Was? Immer wieder Rankings?!

Rankings sind – wenn sie denn irgendwann mal richtig taugen – wie die Blume, die aus einer saftigen Wurzel genährt wird. Wie immer bei Rankings: es geht nicht drum, da drin zu stehen, sondern gute Vorbilder zu finden, von denen man lernen kann. Wichtig ist, dass man an einer gesunden Wurzel arbeitet – der Platz in Rankings ist zweitrangig ;-)

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Schweizer Unternehmen in Facebook

Posted on 13. November 2012 by Sam Steiner in Facebook, Rankings, Schweiz

Langsam sickert durch: es geht nicht um die Anzahl Fans. Ich habe hier mit dem Tool “Fanpage Karma” ein kleines Ranking erstellt von Unternehmen aus der Schweiz. Sortiert nach “Karma”.

Der Wert “Karma” berücksichtigt die Anzahl Fans nicht. Es sagt vielmehr etwas aus über die Interaktionen auf der Fanseite. Die Beschreibung von Fanpage Karma lautet so:

Karma Points measure the engagement of fans based on likes, comments, shares etc. Karma Points do not depend on the amount of fans but the quality and virality of interaction of fans with a fan page.

Ranking: Schweizer Unternehmen in Facebook

Die Liste aktualisiert sich automatisch. Das komplette Ranking kann auch hier aufgerufen werden: Schweizer Unternehmen in Facebook. Die Liste kann von allen ergänzt werden.

Für mich gibt es durchaus erstaunliche Erkenntnisse aus dieser Liste. Freue mich auf weitere Einträge durch euch. Besonders gefreut hat mich der Spitzenplatz von Gornergrat (Workshop-Kunde von mir), obwohl sie beweisen müssen, dass sie bei steigender Fanzahl dieses Engagement hochalten können. Bin noch nicht sicher, ob in diesem Ranking nicht kleinere Fanseiten einen gewissen Vorteil haben.

Powered by Fanpage Karma

Mit eurer Hilfe würde ich gerne diese Liste ausbauen. Vielleicht schaffen wir es, 50 Fanseiten von einigermassen bekannten und auch kleinen Firmen aus der Schweiz zusammenzutragen? Danke für die Mithilfe. Wo kann man Fanseiten eintragen? ganz nach unten scrollen auf dieser Liste und den genauen Seitennamen eingeben.

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Facebook: Nur noch Anzeigen?

Posted on 12. November 2012 by Sam Steiner in Facebook, Google+

Ist alles nur noch Werbung in Facebook? An den wichtigen Stellen ist die Antwort darauf wohl: “fast, ja”. Da sehe ich ein grösseres Problem auf Facebook zukommen.

Inspiriert durch einen Beitrag von Jan auf Google+ hatte ich wohl die Augen offen für Anzeigen in Facebook. Da ich heute mit dem Notebook unterwegs bin, ist meine Bildschirmfläche auf 1366 x 768 reduziert (was nicht soo wenig ist).

Von dem, was ich beim Aufruf von Facebook auf meinem Bildschirm sah, war (neben der Navigation von Facebook selbst) 100% gesponsert. Alles Anzeigen. Klar, da hab ich’s (wie Jan) unglücklich erwischt, aber es zeigt schon eine gewisse Tendenz. Längst vorbei sind die Zeiten, als Facebook noch versprach, mit Anzeigen zurückhaltend umzugehen.

Im grünen Bereich würden die Inhalte dann anfangen:

Das Problem von Facebook

Es verdient hauptsächlich Geld auf klassische Weise mit Anzeigen auf Facebook.com.

Anzeigen in Google+?

Bradley Horowitz (VP of Product Google+) hat letzte Woche verlauten lassen, dass Google+ vorerst werbefrei ist und bleibt.

Was das genau heisst, muss man abwarten. Die Chancen stehen dort besser, weil Google ihr Social Network als “Add-On” versteht. Google verwendet die Informationen daraus, um die Suchresultate zu verbessern. Und genau dort verdient Google sehr viel Geld. Ich gehe davon aus, dass Anzeigen in Google+ für Google keine Priorität haben, bis das “Jahr von Google+”, 2013, durch ist.

Lösungsansätze?

Ich bin immer noch der Meinung, dass Facebook andere Modelle braucht, um die erwünschten massiven Einnahmen zu erreichen. Zurzeit verdient Facebook gemessen am Börsenwert zu wenig.

Es kann keine Lösung sein, einfach mehr Fläche mit Werbung vollzupeppen. Ich sehe eher eine Art Freemium-Modell. Fanseiten und Anwendungen werden ab einer gewissen Reichweite kostenpflichtig. Beispielsweise kosten Updates in Fanseiten mit über 5 Millionen Fans. Oder Anwendungen mit mehr als einer Million Benutzern werden kostenpflichtig. So kann Facebook an der gelungenen Kommunikation von Unternehmen mit Fans verdienen, statt nur an Unterbrecherwerbung.

Unterbrecherwerbung hat keine rosige Zukunft. Klickraten werden im nirgendwo landen, Benutzer mit solchen Erlebnissen frustriert. Facebook, da muss bald mal etwas Kreativität gezeigt werden!

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Migros: Weihnachtsstürmli verzehnfacht Reichweite in Facebook

Posted on 15. October 2012 by Sam Steiner in Facebook, Schweiz, Social Media

Viele haben es mitgekriegt: die Entrüstung über schlimm dekorierte Läden und Weihnachtsartikel-Verkauf im Oktober hat sich dieses Jahr im Social Web entladen. Das Los gezogen hat die Migros. Ihre Reichweite in Facebook verzehnfachte sich durch den Protest. Auf ihrer Fanseite ging ein rauhes Lüftchen.

(mit diesem Post von Susan Gasser hat das Ganze angefangen)

Natürlich ist die Nachfrage für entsprechende Weihnachtsartikel schon im Oktober da. Sonst würde das die Migros nicht machen. Migros-Fans schlussendlich kaufen diese Produkte im Oktober. Ich muss das nicht verstehen.

Natürlich produziert eine solche Protestaktion auf der Migros-Fanseite auch auf Seiten der Migros einiges an Arbeit. Es kostet der Migros also ein Bisschen was, nicht nur 1,3t Guetzli.

Meine Meinung: Günstig für einen grösseren PR-Stunt, das von den Medien aufgenommen wird :)

Grosser Nutzen – wenn man nicht “Perfect PR” denkt

Besser hätte es meiner Meinung nach für die Migros nicht laufen können. Ihre Reaktion (1,3 Tonnen Guezli an Kinderheime senden) hat wiederum Emotionen hochgehen lassen – perfekt. Um Emotionen geht’s schliesslich im Social Web – zumindest in Facebook – nicht darum, dass Unternehmen irgend einen fehlerfreien PR-Glanz hochhalten. Das ist kurz und spitz gefasst. Migros hat aber gezeigt, dass man umgehen kann mit kritischen Reaktionen im Web. Und nie alle zufrieden stellen kann. Das ist auch OK.

Es wurde viel – auch in Deutschland – geschrieben über das Stürmli. Ich wiederhole da all die “Learnings” und “Facebook-Dos” nicht. Aus diesem Fall Regeln ableiten zu wollen nimmt immer den Charakter aus dem Community Management Team raus.

Es geht mir hier um den schönen Nebeneffekt – wenn man verstanden hat, dass auch kritisches Engagement (bei einer entsprechend social-web-reifen Firma) ein grosser Nutzen sein kann.

Reichweite in Facebook der Migros

Schaut man die Anzahl “Personen, die darüber sprechen” (PDDS) auf der Migros Fanseite an, zeigt sich das Stürmchen recht deutlich.

Aus Erfahrung mit anderen Fanseiten schätze ich, dass die Reichweite (Facebook meint damit Menschen, die Botschaften der Fanseite gesehen haben), ca. 10x höher liegt als der PDDS-Wert. Das deckt sich ungefähr auch mit der 90-9-1-Regel.

Bei Migros also liegt die Rechweite während der Guetzli-Aktion bei ungefähr 350’000. Mitte September lag diese Reichweite bei 30’000 Personen. Mehr als eine Verzehnfachung.

Facebook hat die Sichtbarkeit von Firmen in letzter Zeit Gerüchten zufolge etwas massiv verkleinert. Also geschraubt an der EdgeRank-Formel. Man beobachtet eine Reduktion der Reichweite von um die 50% bei gleichbleibender Interaktionsrate. Umso wichtiger wird es für Unternehmen, hohe Engagement-Raten zu haben. Nur so werden sie überhaupt noch sichtbar bleiben.

Die Migros ist in Normalbetrieb ihrer Fanseite nicht unbedingt ein Vorreiter/Vorbild. Engagement eher gering. Um wirklich sichtbar zu sein – dazu zählt für mich auch die Sichbarkeit in kritischen Auseinandersetzungen positiv – sind solche Firmen auf engagierte Fans angewiesen. Idealerweise folgen nun 20 solcher Stürme bis Ende Jahr.

Und wo ist Coop? Beim Osterhasen stecken geblieben? ;)

Facebook, MIGROS, PDDS, Reichweite, Shitstorm, Weihnachten 2 Comments Read More

Neu: Facebook Offers (Angebote)

Posted on 21. September 2012 by Sam Steiner in F-Commerce, Facebook

Betreiber von Fanseiten mit mehr als 400 Fans können nun “Facebook Offers” schalten. Facebook-Nutzer können diese Angebote dann in einem Webshop (mit Gutscheincode) oder im Laden (zB mit Barcode oder E-Mail) einlösen. Nutzt jemand das Angebot, sehen das seine Freunde. Ein viraler Effekt (und damit Nervpotential) ist eingebaut. Offers können auch geliket und kommentiert werden.

Das Schalten von Facebook Offers ist kostenpflichtig. Testweise kann das erste Angebot pro Fanseite kostenlos erstellt werden.

Anleitungen zu Facebook Offers

Wie das für den Benutzer funktioniert zeigt ein kleines Video von Facebook:

Wie man das als Betreiber der Fanseite einrichtet zeigt FBAdQueen hier:

(im Gegensatz zu ihren Aussagen im Video sind Facebook Offers nicht kostenlos)

Ich werde das ausprobieren – muss dazu aber erst noch das geeignete Angebot in meinem Webshop einrichten.

Facebook liefert viele Inputs zu Facebook Offers auf einer dafür eingerichteten Seite. Zum Beispiel muss natürlich das Ladenpersonal darüber informiert werden, wenn man Facebook Offers schaltet, die im Laden eingelöst werden können.

Interessant ist der letzte Abschnitt auf der Facebook Offers Website. Darin werden etliche Tipps gegeben, wie man die Angebote – die Facebook schon seit einer ganzen Weile für grössere Kunden getestet hat – optimiert für möglichst viel Erfolg.

Was bedeutet das für Firmen in Facebook?

Meiner Meinung nach kann das eine sehr nützliche neue Funktion sein, die es ermöglicht, Produkte via Facebook zu verkaufen. Bisher war das Verkaufen von Produkten in Facebook nicht das Einfachste. Vor allem weil Facebook-Benutzer meist weniger in Einkaufsstimmung sind als wenn sie auf Amazon oder Pinterest unterwegs sind. Oder in Google explizit nach einem Produkt suchen. Facebook ist für die Nutzer “Socializing Zeit”. Liegt auf der Hand.

Schafft es nun Facebook mit “Facebook Offers”, ein Tool zu lancieren, das Unternehmen auf einfache Weise und mit angemessenem Budget zu Verkäufen verhilft, dann bricht eine ganz neue Zeit für Firmen in Facebook an. “F-Commerce” wird dank Facebook Offers so auch kleineren Unternehmen zugänglich.

Es darf nur nicht nervig werden. In der Akzeptanz sehe ich eine mögliche Gefahr.

Erste Beispiele von Facebook Offers in der Schweiz

Brack Electronics setzt das schon ein, so sieht’s aus:

…more to come.

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Magic Happens in the News Stream

Posted on 18. September 2012 by Sam Steiner in Facebook, Google+, Social Media, Xing

News Streams
Die meisten sozialen Netzwerke basieren auf einem “Aktivitäten-Fluss”, dem News Stream. Das gilt für Xing, LinkedIn, Twitter, Foursquare, Pinterest, Google+ und wie sie alle heissen. Facebook hätte ich fast vergessen.

Im News Stream sieht man immer direkt, was gerade läuft. In der Regel ist das die Startseite. Man gelangt nach dem Einloggen dorthin.

EdgeRank in Facebook und Google+

Facebook versucht hier, geschickt zu filtern, damit wir möglichst interessante Dinge sehen – von Menschen und Firmen, die uns wirklich interessieren. Diese “Zauberformel” nennt man bei Facebook “EdgeRank”. Eine solche Filterung gibt es beispielsweise auch bei Google+. Wer dort für seine Kreise den Lautstärke-Regler nicht voll aufdreht, kriegt auch gefilterte Beiträge.

Lautstärkeregler in Google+

Where the Magic is: the News Stream

Dazu ist wichtig zu verstehen, wie die meisten Nutzer soziale Netzwerke bedienen: sie schauen sich grösstenteils nicht einzelne Profile und Seiten an, sondern in ihrem News Stream – also beispielsweise auf der Startseite von Facebook oder Google+ – die aktuellen Beiträge dieser Menschen und Organisationen. Entsprechend viel Gewicht liegt also im kontinuierlichen Veröffentlichen von guten, relevaten Inhalten.

Kampf um Aufmerksamkeit

Man muss sich das bewusst sein: die eigenen, veröffentlichten Inhalte kämpfen im News Stream um Aufmerksamkeit. Gegner sind die Inhalte von Freunden des Nutzers und andere von ihm gelikte Firmen. Gegner ist auch die EdgeRank-Formel von Facebook oder Google+. Wer nicht interessant ist, wird gebremst.

Where is your Content Strategy?

Eine schöne Unternehmensseite alleine reicht nicht. Es braucht Inhalt. Content is King. Es braucht dann natürlich auch einen zentralen Ort, wo man diese Inhalte publiziert. Ich nenne das in dieser kleinen SlideShare “Anmimation” eine Website+. Websites können mehr sein, als nur Broschüren.

Unternehmen müssen im Web klare Ziele haben. Und eine Strategie für den Weg dorthin. Ein wichtiger Teil davon ist auch eine Inhaltsstrategie – meist “Content Strategy” genannt. Wer ist der Leser? Welche Arten von Inhalten können wir liefern, die relevant sind? Welche Arten von Inhalten funktionieren auf welchen Plattformen? Wie oft veröffentlichen wir Inhalte auf unserem Blog und auf den verschiedenen Plattformen?

Ich weiss, ich hab übertrieben mit englischen Begriffen. Manchmal passen sie einfach besser.

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Über Sam Steiner

Ich helfe Firmen darin, das “neue Internet” zu verstehen und ihr Potential darin zu finden. Ziel: Ihre Präsenz im Web soll potentielle Kunden magnetisch anziehen.

An der SOMEXCLOUD Social Media Akademie in Zürich unterrichte ich angehende Social Media Managers und Community Managers.

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